Violas Vermächtnis

Rückblick auf Violas Vermächtnis

Violas VermächtnisRückblick auf  Violas Vermächtnis

„Fiolas Vermächtnis“- So nah kann nur der Himmel sein

„So nah kann nur der Himmel sein“ ist eine Geschichte, die 1997 in einem Kaufhausrestaurant in Baden-Baden ihren gedanklichen Anfang nahm und dann trotzdem noch mehr als ein ganzes Jahrzehnt in der Schublade des Computers im Tiefschlaf verbrachte.

Mehr als drei Jahre feilte ich dann immer wieder an den Lebensläufen der Protagonisten.

Eine Rolle spielten auch meine immer wiederkehrenden Gedanken zu den Zufällen des Lebens, die uns Menschen manchmal positiv beeinflussen, aber auch gelegentlich zu Entscheidungen führen, die man besser gelassen hätte.

Auch der Zugang zu seelischem Halt und Unterstützung in schweren Phasen, sowie der Umgang mit dem Verlust geliebter Menschen hat sehr viele Facetten, die mich hin und wieder beschäftigen.

In dieser ganzen Zeit gewann ich die Erkenntnis, dass ein Buch niemals nur aus der Fantasie und aus dem Erfinden von Geschehnissen entsteht. Es ist immer eine bunte Mischung aus Erfahrung, Beobachtung, Erlebtem und wegen der Spannung auch viel Erfundenem.

Herausgekommen ist ein Roman der über den schweren Umgang mit Niederlagen, Misserfolgen, Krankheit und Tod erzählt. Er schildert den Spagat zwischen der Resignation und dem sich Wiederaufrichten, zwischen der Verzweiflung und der Hoffnung, zwischen Güte, Zuneigung und menschlicher Niedertracht.

Mein Buch ist natürlich auch eine Hommage an meine Heimat Baden-Württemberg und an die Stadt Baden-Baden mit all ihren Sehenswürdigkeiten und ihrer glanzvollen Vergangenheit.

Kommen Sie mit und bewundern Sie, während Sie dieser Geschichte folgen, ganz nebenbei einige Sehenswürdigkeiten der Stadt Baden-Baden.

Begleiten Sie auf den dazugehörigen Fotos meine Protagonisten zu den Häusern, Straßen und Plätzen, an denen sie ihre Geschichte erleben und durchleben, und tauchen Sie mit mir in die Geschichte um diese zwei Familien ein, die neben ihrem Alltag, bisweilen auch etwas mystisch mit dem Zufall des Lebens unterwegs sind.

Buch 9783753454900
E-Book 9783753492650

Leseprobe:

Wie absurd ihr das jetzt vorkam! Ausweglosigkeit war doch das letzte Gefühl vor der Resignation und der Verzweiflung, das Gefühl, das die innere Aufgabe förderte und beförderte. Deshalb durfte sie dieses Gefühl, genau dieses Gefühl jetzt nicht zulassen. Und am allerletzten Gefühl war sie noch nicht angekommen, nein, beileibe noch nicht.

Gemütlich nahm sie sich die Tageszeitung vor und konzentrierte sich auf die Wohnungsangebote. Sie konnte nicht in Baden-Baden bleiben. Erstens war es für sie zu teuer und zweitens wollte sie nicht in derselben Stadt leben wie Christian. Sie würde in dieser doch überschaubaren Stadt unweigerlich ihrem Mann und seiner neuen Frau begegnen. Nein, das wollte sie auf gar keinen Fall.

Ein einziges Angebot blieb für sie übrig. In einem Dorf wurde ein altes Häuschen mit zwei Zimmern und Ofenheizung angepriesen. Es war mehr als einfach ausgestattet, weit außerhalb und fernab jeder vernünftigen Verkehrsanbindung. Aber wenn sie ihr Auto behalten konnte, würde das genügen. Sie rief den Vermieter an und verabredete sich mit ihm.

Dann kleidete sie sich sorgfältig an, um zu ihren Eltern nach Karlsruhe zu fahren. Wenn sie ausziehen wollte, musste sie sie um finanzielle Unterstützung bitten. Während sie ihr Aussehen im Spiegel überprüfte, läutete das Telefon. Sie wusste, dass es um diese Zeit nur Christian sein konnte, und überlegte kurz, ob sie mit ihm sprechen sollte oder nicht.

„Ja, bitte?“, fragte sie schließlich mit gedämpfter Stimme.

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