Wenn Schweigen Generationen prägt: „Lebe nicht mein Leben“

Wenn Schweigen Generationen prägt: „Lebe nicht mein Leben“

Wenn Schweigen Generationen prägt: „Lebe nicht mein Leben“

Im Schatten der Felsenhäuser von Graufthal beginnt Cloés Leben mit einem Bruch, über den niemand sprechen will. Aus Scham wird Schweigen, aus Schweigen ein Urteil – und aus einem einzigen Sommer eine Schuld, die ihr den Atem nimmt. Cloé versucht zu überleben, flieht nach vorn, weit weg, bis in die Provence, dorthin, wo Lavendel die Hügel blau färbt und die Tage nach Sonne riechen. Doch manche Wege führen nicht fort. Sie führen zurück. [

Manon, die Tochter, wächst im Elsass auf wie ein Makel, abgestempelt, hart gemacht von Kälte und Arbeit, früh aus dem Leben der Kindheit gestoßen. Sie kämpft sich nach Straßburg – und merkt, dass ein Neuanfang nicht bedeutet, dass die Vergangenheit loslässt. Als alles zu eng wird, bleibt nur ein weiterer Schritt: weitergehen. Allein.

Und dann ist da Camille. Sie will nicht nur fliehen – sie will durchbrechen. Zurück nach Graufthal, dorthin, wo alles begann. Dort, zwischen Stein, Wald und Erinnerungen, sucht sie ein Leben, das wirklich ihr gehört. Aber kann man ein eigenes Leben führen, wenn das alte noch an einem zieht? Und was geschieht, wenn die Mutter, die gegangen ist, plötzlich wieder die Hand ausstreckt – und die Tochter sie vielleicht nicht annehmen kann?

Drei Frauen. Drei Generationen. Ein Schweigen, das sie trennt – und eine Wahrheit, die sie retten könnte.

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